Masken können schnell zum "Nährboden für Bakterien" werden

Mittwoch, 10.06.2020 13:56 Uhr

Prinzipiell kann ein Nasen-Mund-Schutz die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Doch bei falscher Anwendung droht der Schutz zum Risiko zu werden, warnte Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie der Universitätsklinik Bonn.

"Die Leute knüllen die Masken in die Hosentasche, fassen sie ständig an und schnallen sie sich zwei Wochen lang immer wieder vor den Mund, wahrscheinlich ungewaschen. Das ist ein wunderbarer Nährboden für Bakterien und Pilze", so Streeck.

Auch die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt das Tragen einer Maske, wenn der Mindestabstand zu anderen Menschen nicht eingehalten werden könne, etwa im Supermarkt. Wenn die Masken oft angefasst oder zeitweise nach unten ans Kinn und dann wieder über Mund und Nase gezogen würden, erhöhe sich sogar das Risiko einer Infektion. Zudem dürfe kein falsches Sicherheitsgefühl bei den Trägern entstehen und sie so veranlassen, sich weniger die Hände zu waschen oder nicht mehr auf den Mindestabstand zu achten.

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