Five Finger Death Punch - And Justice For None

Mittwoch, 27.06.2018 11:02 Uhr

Five Finger Death Punch lassen mit hartem Metal ordentlich Dampf ab und kämpfen mit schönen Balladen für Gerechtigkeit und Hoffnung.

Endlich ist das neue Five Finger Death Punch Album „And Justice For None” da! Durch einen langwierigen Rechtsstreit mit ihrem Label Prospect Park konnte das Album der sehr erfolgreichen Metaller lange Zeit nicht veröffentlicht werden, obwohl es bereits 2016 aufgenommen wurde. Ende 2017 konnte dann doch noch eine Einigung erzielt werden und zur Überbrückung wurde das Greatest Hits Album “A Decade of Destruction” veröffentlicht.

„And that‘s justice for none” ist der Kommentar von Sänger Ivan Moody zum Ende des Gerichtprozesses und wirkt wie eine kompromisslose Kampfansage für das Album. In der Tat haben einige Songs jede Menge Wut und Energie in sich. Der Opener Fake entlädt sich direkt und zeigt durch harte Lyrics und ebenso harte Metalriffs klare Linie. An wen sich der Song richtet ist interpretations-sache. In Kombination mit dem Album-Artwork als Kritik an US-Präsident Trump? Ist es in Bezug auf ihren Rechtsstreit zu sehen? Oder ist es einfach eine Hymne für alle die ihren Frust loswerden wollen? Wie auch immer, der Song sorgt auf jeden Fall dafür, dass man gleich zu Beginn wach ist und genau so geht es auch weiter. Mit Sham Pain gibt es einen sehr persönlichen Song für Frontmann Moody, der immer wieder mit Anfeindungen von Seiten seins Labels und der Medien wegen seines Alkoholproblems zu kämpfen hat. Doch er kontert entspannt: „All in all its a good life / I got what I want / I can't complain / I'm living the good life / A toast to you now / It's all sham pain“.

Die Songauswahl des Albums gestaltet sich im weiteren Verlauf sehr abwechslungsreich. Neben den 5FDP (die offizielle Abkürzung) typischen Metal-Brettern mit den großen und griffigen Hymnen-Refrains sind auch verhältnismäßig ruhigere Nummern wie When Seasons Change oder I Refuse vertreten, in denen die Band immer wieder ihre Songwriting Qualitäten unter Beweis setzt und sich textlich auch selbstkritisch zeigt. Auch die aktuelle Radiosingle Gone Away, eine Interpretation des The Offspring Klassikers, zeichnet sich durch balladesken Klang aus, der unter die Haut geht. 

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass „And Justice For None” ein gutes 5FDP Album ist, welches auch genau nach ihnen selbst klingt. Sie erfinden sich im mittlerweile 7. Studioalbum nicht neu aber müssen das auch gar nicht, da sie einen sehr individuellen Sound zu erschaffen haben, mit dem sie sich gefunden zu haben scheinen.

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