Die Bundesregierung plant, die Regeln zur Krankschreibung zu ändern. Barbara Römer, Vorsitzende des Hausärzteverbands Rheinland-Pfalz, spricht im Rockland-Interview über die möglichen Auswirkungen für Hausärzte und Patienten. Laut dem Vorhaben soll in Zukunft ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung nötig sein. Außerdem soll die telefonische Krankschreibung abgeschafft werden. Die Bundesregierung hofft durch die neue Regelung auf weniger Krankheitstage bei Arbeitnehmern.
Hausärzte dagegen sehen das Vorhaben kritisch. Römer kritisiert das dahinterstehende Misstrauen gegenüber Arbeitnehmern und Hausärzten. Die geplanten Änderungen würden letztendlich zu mehr Krankheitstagen führen. Außerdem bedeute sie für Ärzte einen erheblichen Mehraufwand. Diese Zeit würde für andere Patienten fehlen. Die aktuelle Regelung dagegen sei unbürokratisch, spare Zeit und solle nicht verändert werden.



