Kosten im Haushalt reduzieren: So sparen Sie bares Geld

Donnerstag, 13.08.2015 14:31 Uhr

Sind Ihre monatlichen Kosten zu hoch? Haben Sie diese bereits ausgewertet und festgestellt, dass der Löwenanteil auf dasjenige Geld entfällt, das für den Haushalt aufgewendet wird?

Ist dies der Fall, sollten Sie sich einmal genauere Gedanken darum machen, wie Sie Kosten in den eigenen vier Wänden effizient und kontrolliert einsparen können. Die Haushaltsaufwendungen sind oft vielfältig, lassen sich aber in erster Linie in zwei Gruppen, nämlich Strom und Wasser, einteilen. Einzeln betrachtet werden Ihnen manche Positionen wahrscheinlich gar nicht als gravierend vorkommen, doch bei der künftigen Einsparung von Haushaltskosten ist es elementar, stets das große Ganze zu betrachten. Wenn Sie konsequent an mehreren Stellen auf die entstehenden Kosten achten, ergibt sich kumulativ ein erheblicher Effekt. Das Resultat: Ein deutliches Plus am Monatsende in Ihrem Portemonnaie.

Bei Haushaltsgeräten ohne Reduzierung der Lebensqualität sparen

Der zentrale und von den meisten bei diesem Thema kritisch beäugte Punkt ist die Angst um die geminderte Lebensqualität. Doch die Einsparung von Stromkosten im Haushalt muss damit nicht zwangsläufig einhergehen.

Wie wir hier berichteten, verbraucht Niedersachen bundesweit am meisten Strom. Ein Grund hierfür mögen unnötige Stromfresser im Haushalt sein. Auf dieser Liste weit oben stehen laut WWF die Geräte, die permanent auf Standby stehen. Egal ob

  • Fernseher,
  • Musikanlage oder
  • Radio.

Fragen Sie sich einmal selbstkritisch, ob es wirklich erforderlich ist, beispielsweise das TV-Gerät den ganzen Tag über nur deshalb nicht auszuschalten, weil das Einschalten beim nächsten Mal bequemer vonstattengeht. Gleiches gilt natürlich auch für die Musikanlage oder das Radio. Als Faustregel lässt sich festhalten: Benötigen Sie ein Gerät nicht mindestens dreimal am Tag, macht ein Ausschalten zwischen den Benutzungsspannen durchaus Sinn. Gerade Geräte, bei denen aus dem Ausschalten keine gewichtigen Nachteile wie zum Beispiel der Verlust der Sender, der Uhrzeit oder sonstiges einhergeht, gibt es wenige Gründe, nicht genau hier mit dem Stromsparen zu beginnen. Bereits beim Kauf können Sie aber auch schon Ihren Teil dazu beitragen, künftig mit dem neuen Gerät Kosten einzusparen. Wie das geht? Sie sollten konkret anhand

  • geplanter Nutzungsdauer,
  • geplanter Nutzungshäufigkeit und
  • tatsächlicher Anschaffungskosten

gezielt abwägen, ob sich die Anschaffung für Sie persönlich lohnt. Achten Sie darüber hinaus auch dem Klima zuliebe auf die Kennzeichnungen von A bis G. Die Klassifizierung A steht für einen geringen Stromverbrauch, G für den in dieser Gruppe größten. Durch ein energieeffizientes Gerät sind bei sachgerechtem Umgang laut Verivox merkliche Einsparungen möglich. Allerdings sollten Sie bedenken, dass die neueren Geräte oft in einer sehr guten Klasse einsortiert, jedoch in aller Regel auch wesentlich teurer sind.

Heizung und Nutzung der Waschmaschine beherbergen zusätzliches Potenzial

Eng mit den Kosten für Strom sind auch diejenigen für die Heizung verwandt. Wissen Sie beispielsweise, wie man richtig heizt und lüftet? Herrscht in Ihrer Wohnung stets eine angemessene Temperatur, die das volle Einsparpotenzial in Sachen Heizung verwirklicht? Haushalte in Deutschland weisen nicht selten eine Temperatur von 23 Grad Celsius und mehr auf. Vieles hängt selbstredend vom persönlichen Wohlbefinden ab, aber allgemein lässt sich sagen, dass auch eine Temperatur von 20 Grad Celsius ausreichend ist. Manchmal ist in dieser Hinsicht auch von noch geringeren Temperaturen die Rede, wobei dann allerdings nicht selten der Wohlfühlfaktor auf der Strecke bleibt. Finden Sie deshalb einen, vor allem auch gesunden, Ausgleich zwischen

  • kostensparender Heizungsnutzung und
  • Ihrer persönlichen Wohlfühltemperatur.

Lassen Sie in kühleren Phasen nicht den ganzen Tag die Fenster auf und richten Sie sich bei Ihrem Heizungsverhalten gerade auch im Sommer einmal nach dem für die nächsten Tage angesagten Wetter. Was das Waschen von Kleidung angeht: Halten Sie sich nicht immer an die Maßgaben der Hersteller, sondern machen Sie die Erfahrung, dass teilweise auch geringere Temperaturen genügen, um eine komplette Reinigung herbeizuführen. Nicht immer ist es zudem vonnöten, die Waschmaschine anzumachen. Wenn nur wenig dreckige Wäsche vorhanden ist oder es sich nur um kleine Flecken handelt, lassen sich diese mitunter kostensparender von Hand auf herkömmlichem Wege beseitigen.

Beim Kochen mit der richtigen Ausstattung massive Einsparungen erzielen

Wo Sie höchstwahrscheinlich ebenfalls viele unnötige Kosten verursachen, ist beim Kochen. Sofern Sie bisher nicht selbst gekocht haben, sollten Sie direkt vorab wissen, dass die eigenhändige Zubereitung der Mahlzeiten günstiger und in der Regel auch gesünder ist, als sich nur von Tiefkühlkost und Fertigprodukten zu ernähren. Hat man sich erst einmal ein gewisses Repertoire an einfach zuzubereitenden und leckeren Gerichten zugelegt, sollte man verschiedene Punkte beachten:

  1. Die richtige Ausstattung
  2. Die richtige Nutzung der Ausstattung
  3. Die richtige Nutzung des Herdes

Was ist damit gemeint? Zuerst sollten Sie bei der Ausstattung Ihrer Küche darauf achten, dass Sie zumindest über einen Schnellkochtopf sowie Pfannen und Töpfe verfügen, die sich durch verschiedene Merkmale auszeichnen:

  • Wärmeleitfähigkeit
  • Wärmekapazität
  • Widerstandsfähigkeit

Pfannen und Töpfe, die die Wärme des Herdes gut an den Inhalt weitergeben können, verbrauchen weit weniger Strom als solche, die diese Eigenschaft nicht besitzen. Wenn sie darüber hinaus aufgrund der verwendeten Materialien sogar in der Lage sind, die Wärme länger zu speichern als sehr billige Produkte, macht sich dies auf längere Sicht monetär positiv bemerkbar. Das Gute: Wenn Sie sich für Produkte entscheiden, die diese Eigenschaften besitzen, haben Sie in der Regel mit dem dritten Punkt – der Haltbarkeit – wenige Probleme. Lassen Sie sich in jedem Fall nicht von dem etwas höheren Anschaffungspreis abschrecken. Wenn Sie letztlich doch Bedenken haben sollten, ob sich die Ausgaben für Sie rentieren, können Sie ähnlich gegenrechnen, wie bereits im vorherigen Absatz erläutert.

Küchenausstattung, Herd, Backofen und Mikrowelle richtig nutzen

Beim Kochen selbst hat sich bewährt: Wann immer möglich die Deckel von Töpfen und Pfannen verwenden, insbesondere zum Garen. Speisen kommen vom Kochen ab, wenn nach oben hin die Energie nutzlos entweichen kann oder die Deckel nicht richtig abschließen. Ein zusätzlicher schöner Spartipp zum Umgang mit Wasser ist es, den Herd nicht zum Aufkochen des Wassers, sondern hierfür einen Wasserkocher zu benutzen. Dieser ist bei der Erhitzung nicht nur

  1. wesentlich schneller, sondern
  2. spart bei häufiger Verwendung auch erhebliche Kosten ein.

Was die Nutzung des Herdes angeht: Seien Sie sich der Tatsache bewusst, dass die einzelnen Platten in Abhängigkeit vom konkreten Herdmodell bis zu 20 Minuten nachheizen. Es macht also viel Sinn, bereits während der Zubereitung des Essens den Herd nicht nur herunter zu drehen, sondern diesen schon, bevor das Essen fertig ist, ganz auszuschalten.

Ähnlich verhält es sich mit der Nutzung des Backofens. Hier sollte man sich beispielsweise mit einem Timer oder Signalton daran erinnern lassen, dass die gewünschte Temperatur erreicht oder das Essen zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig ist, damit nicht weitere kostspielige Minuten umsonst verstreichen. Ebenfalls ein No-Go: Die Tür des Backofens öffnen, während dieser aufheizt, aber auch wenn dieser schon seine Temperatur erreicht hat. Mit nur einem einzigen Öffnen der Backofenklappe geht nämlich ein Fünftel bis ein Viertel der Energie verloren, die dann erneut zugeführt werden muss. Eine weitere Kostenschleuder ist die zu häufige Verwendung der Mikrowelle. Diese ist für viele eine bequeme Alternative, obgleich oftmals kein Bewusstsein dafür gegeben ist, dass dieses Gerät wesentlich mehr Energie benötigt als der Herd. Die Mikrowelle zählt damit zu den unscheinbarsten Stromverbrauchern, da sie zwar innerhalb kürzester Zeit das gewünschte Resultat liefert, der Energieverbrauch - relativ betrachtet - aber viel höher ist.

Strom-, Wasser- und Internetkosten durch Vergleich und adäquaten Umgang senken

Was oben schon kurz angeklungen ist, aber jetzt noch von einer anderen Seite beleuchtet werden soll: Die Stromkosten, nun aber in Kombination mit den Wasser- und Internetkosten. Einerseits können Sie darauf achten, dass Sie Geräte öfter mal ganz ausschalten und sich bei Neuanschaffung schon im Vorfeld über den individuellen Energieverbrauch informieren. Andererseits können Sie aber auch direkt an der Quelle ansetzen: Der Wettbewerb bei den Strom- und Internetanbietern floriert momentan aufgrund der großen Konkurrenz in diesem Segment sehr stark. Was liegt da näher, als die verschiedenen Anbieter einmal intensiv miteinander zu vergleichen und denjenigen mit den besten Konditionen zu wählen? Derzeit besonders beliebt: Ökostrom. Viele Personen scheuen sich vor einem Umstieg auf einen anderen (Ökostrom-) Anbieter meistens völlig zu Unrecht. Dabei geht der Vergleich als solches sehr einfach vonstatten. Sie benötigen für einen Stromanbieter-Vergleich lediglich

  1. Ihre Postleitzahl und
  2. den Jahresstromverbrauch,

den Sie Ihrer letzten Endabrechnung entnehmen können. Der eigentliche Wechsel läuft dann fast noch unkomplizierter ab: Sobald man sich für einen Anbieter entschieden hat, unterschreibt man bei diesem den neuen Versorgungsvertrag, woraufhin der neue Versorger die Kündigung beim alten Vertragspartner für Sie übernimmt.

Was die Wasserkosten anbelangt, so finden sich eigentlich in jedem Haushalt Ansätze, diese mit einfachen Mitteln zu senken. Die Wasserverschwender Nummer eins: Die Dusche und die Badewanne. Wer häufig badet oder jeden Tag duscht, wird dies schnell auf empfindliche Weise bei der Wasserabrechnung zu spüren bekommen. Deshalb gilt, dass Vollbäder nur eine Ausnahme darstellen sollten, sodass Sie am besten für sich persönlich definieren, wie oft Sie sich ein solches gönnen. Führen Sie sich einmal die Daten der nachstehenden Tabelle zu Gemüte: 

Art

Inhalt

Kosten

Dusche

6-18 Liter pro Minute

ca. 6 – 18 Cent pro Minute

Vollbad

135-1000 Liter

ca. 1,40 – 10 Euro pro Wanne

Wie Sie sehen, sparen Sie mit zehn minütigem Duschen durchschnittlich immer noch die Hälfte der Kosten ein, die ein Vollbad verursacht. Das Ganze hängt natürlich maßgeblich von dem Fassungsvermögen Ihrer Badewanne und dem Durchflussvolumen des verwendeten Duschkopfes ab. Es gibt Badewannen mit ungefähr 135 bis circa 1000 Litern Fassungsvermögen und Duschköpfe mit circa 6 bis 18 Litern Wasserdurchfluss pro Minute. Der kompletten Berechnung liegt ein realitätsnaher Durchschnittspreis von ungefähr 10,70 Euro pro Kubikmeter Wasser zugrunde.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es mannigfaltige Optionen für Sie gibt, Kosten im Haushalt einzusparen. Allem voran lässt sich das Nutzungsvorhalten sämtlicher elektronischer Geräte, gerade von Unterhaltungselektronik, einsparender gestalten. Gleichermaßen großes Potenzial steckt im Umgang mit Herd, Backofen und Mikrowelle. Nutzen Sie letztere so selten wie möglich, öffnen Sie den laufenden Backofen nur in Ausnahmefällen und schalten Sie beispielsweise den Herd auch einmal aus, bevor die Zubereitung der Mahlzeit abgeschlossen ist. In Sachen Strom-, Wasser-, Heiz- und Internetkosten sollten Sie sich selbst kritisch hinterfragen, ob Sie gegebenenfalls zu häufig baden, zu viel oder verschwenderisch heizen oder zu lange duschen. Bezogen auf das Internet überprüfen Sie die Aktualität der Konditionen Ihres Vertrages und ziehen bei negativem Fazit entsprechende Konsequenzen.

Bildquelle: Strompreis © PhotoSG - Fotolia.com

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