Wissenswertes rund ums Shisharauchen

Mit den immer wieder aufkommenden Diskussionen ums Rauchen einer E-Zigarette rücken auch die kunterbunten Wasserpfeifen mit arabischem Ursprung, sogenannte Shishas, wieder häufiger ins Auge des Betrachters.

Seit Längerem bereits hat sich um das Rauchen einer Shisha ein wahrer Kult entwickelt. Shisha-Lounges haben sich (vor allem in Großstädten) entwickelt und bieten eine Event-Option neben Rocknacht, Rockland-Party und Co. Wissenswertes rund um das Shisharauchen wurde hier zusammengefasst.

So funktioniert die Wasserpfeife

Wer verstehen möchte, wie eine Wasserpfeife funktioniert, der muss die einzelnen Bestandteile erkennen: Das mit Glas gefüllte Gefäß bildet die Basis. Darüber befinden sich das Tabakgefäß, eine sogenannte Rauchsäule und ein Schlauch. Im Tabakgefäß wird der Tabak positioniert, darüber befinden sich die glühenden Kohlen. Über Mundstück und Schlauch wird Rauch eingesogen. Kritikern warnen aus hygienischen Gründen davor, auf sogenannten Shisha-Partys über ein und dasselbe Mundstück zu rauchen. Hierüber können leicht Keime übertragen werden.

Das, was das Rauchen einer Shisha besonders beliebt macht, ist die häufig sehr geschmackvolle Tabakmischung, die nicht einmal echten Tabak (Nikotin) enthalten muss. Häufig werden Fruchtmischungen in das Tabakgefäß gefüllt. Allerdings gibt es kaum Richtlinien, an die sich die Fruchtmix-Lieferanten halten müssen. Vor diesem Hintergrund ist es vergleichsweise schwer DEN beliebtesten Tabak auszuerwählen. Vielmehr ist der Geschmack auch immer Herstellerabhängig.

Darum ist das Shisharauchen so beliebt

„27,3 Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren haben (…) schon einmal Wasserpfeife geraucht, stellt der Drogen- und Suchtbericht 2016 der Bundesregierung fest“, heißt es in einem Bericht, der anschließend darauf hinweisen wird, dass das Shisharauchen keine harmlose Freizeitbeschäftigung ist. Aus einem detaillierten Bericht geht hervor, dass sich hinter dem angenehm fruchtigen Geschmack Nikotin nämlich auch andere schädliche Substanzen verbergen. Der angenehme Geschmack auf der einen Seite, die schädlichen Substanzen auf der anderen Seite. Das ist das Für und Wider, was jeder erwachsene Konsument letztlich selbst abwägen muss, bevor der Griff zur Shisha erfolgt.

Häufig zählt beim Shisharauchen stärker der Event-Charakter als das Rauchen selbst. Wer privat organisiert eine Shisha-Party veranstaltet oder sich in einer Shisha-Lounge mit Freunden trifft, der ist in aller Regel kein Kettenraucher. Und durch das Herumgeben des Shisha-Schlauches – so dass jeder vom Fruchtgeschmack probieren kann – minimiert sich der Rauchanteil, der jeden Einzelnen trifft, doch stark. Was bleibt ist die bittere Ironie, dass der wohlschmeckende Fruchtgeschmack auch seine Schattenseiten hat, denen man sich bewusst sein muss.

Shiazo Steine als Tabak-Alternative

Vergleichsweise neu am Markt sind die sogenannten Shiazo-Steine, die als Alternative zum Shisha-Tabak gehandelt werden. Diese sogenannten Dampfsteine erzeugen in der Folge auch Dampf, anstatt Rauch und erinnern so sehr an die neue Generation der E-Zigarette. Die Tatsache, dass eben diese Dampfsteine kein Nikotin freisetzen, ermöglichte ihnen über einen längeren Zeitraum freien Zugang zu allen Shisha-Fans (unabhängiger von der normalerweise geltenden Altersbegrenzung). Das schädliche Kohlenstoffmonoxid eint jedoch wieder beide Shisha-Rauch-Verfahren, denn dieses entsteht an der Kohle, die beim Verglühen Kohlenstoffmonoxid und Kohlenstoffdioxid freisetzt.

Die rechtliche Seite: Rauchen ist Erwachsenen vorbehalten

„Das Rauchen in der Öffentlichkeit (…) ist generell erst ab 18 Jahren erlaubt. Auch der Konsum von E-Shishas, egal ob die verwendeten Liquids Nikotin enthalten oder nicht, ist für Minderjährige verboten. Sowohl die E-Shishas selbst als auch die dazu gehörenden Liquids dürfen an Kinder und Jugendliche nicht abgegeben werden“, heißt es auf dieser Aufklärungsseite. Damit ist Jüngeren wenn überhaupt nur der Zugang zu Shisha-Bars erlaubt, wenn sie nicht selbst konsumieren. In der Praxis jedoch hat sich gezeigt, dass meist der Eintritt erst ab dem Alter von 18 möglich ist.

Das Abgabeverbot von Tabak und Liquids (mit oder ohne Nikotingehalt) ist noch vergleichsweise neu. Erst seit April 2016 ist klar geregelt, dass diese zum Shisharauchen wichtigen Bestandteile nur an Volljährige verkauft werden dürfen. Auch im Online-Bereich gilt: Der Verkäufer muss dafür Sorge tragen, dass der Käufer volljährig ist.

Auch Shisha-Besitzer lernen nie aus

Für die Profis, die bereits im Besitz einer eigenen Shisha sind, könnten vielleicht ganz andere Fragen von Bedeutung sein. Eine häufige Frage ist, warum die Shisha schon nach einigen Minuten zu kratzen beginnt. Dafür gibt es eine vergleichsweise einfach Antwort: Wenn der Tabak anbrennt, kratzt es. Shisha-Fans hingegen wissen, dass eben dies nicht passieren sollte, denn der Shisha-Tabak sollte nicht verbrannt werden, sondern nur erhitzt. Häufig liegt das Problem im Befüllen: Ist der Wasserpfeifenkopf zu voll, ist das Risiko größer, dass der Tabak anbrennt. Wer ihn hingegen nur locker befüllt, kann eben dieses Risiko vermeiden. Auch zu viele Kohlen können im Übrigen das unerwünschte Kratzen zur Folge haben.

Funktioniert die Shisha wie gewünscht, lassen es sich die Anhänger häufig nicht nehmen, kleine Kunststücke zu vollführen. Der sogenannte Ghost Inhale – bei dem der Rauch zunächst ausgeatmet wird, um dann wieder in den Mund zurückgezogen zu werden – oder der French Inhale – bei dem der Rauch durch den Mund ausgeatmet wird und anschließend wieder durch die Nase eingeatmet wird – sind zwei der Tricks, die professionelle Shisha-Raucher bis zur Perfektion einstudieren.

 

Abbildung 1: pixabay.com © pixarraldo (CC0 Public Domain)

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